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Moritz regelmäßig die neuen Tabletten einzugeben ist gar nicht so einfach…
Die ersten Tage hat er ganz begeistert morgens und abends seinen präparierten Cat-Stick gefuttert, aber auf einmal war es vorbei. Entweder hat er Lunte gerochen oder sich daran sattgefressen – ich habe nicht ein Stückchen mehr in ihn hinein bekommen.

Um nicht schon nach den paar Tagen aufgeben zu müssen, habe ich kurzentschlossen die vielbeschriebene Tabletten-Einwurftechnik angewandt: Kater rückwärts zwischen den Knien parken, mit einer Hand den fest geschlossenen Katerkiefer ‚aufgestemmt‘, mit der anderen die Tablette eingeworfen und dann ganz norddeutsch – nich‘ lang snacken, Kopp in’n Nacken… Kater fest im Griff – sein Maul zugehalten, sein Köpfchen in den Nacken gelegt und die Kehle gestreichelt – schon war der Keks, äh… die Tablette gegessen. :mrgreen:

Ich war begeistert, das war ja ganz entspannt – aber beim ersten Mal hatte ich wohl das Überraschungsmoment auf meiner Seite…

Am nächsten Morgen artete das Ganze in einen Ringkampf aus.
Nachdem Moritz die verd… Tablette trotz meines entschlossenen Einsatzes zum x-ten Mal ausgespuckt hatte, war ich nahe dran aufzugeben. Er ist unglaublich dickköpfig und versuchte sich unter Knurren und Pfötcheneinsatz aus meinem Griff zu winden. Dabei ist er nicht nachtragend, sobald man ihn in Ruhe läßt, ist sofort alles wieder in Ordnung – er will sich nur nicht zwingen lassen.

Mit einem Seufzer ließ ich ihn gehen, so hatte das keinen Sinn.
Dann packte mich der Ehrgeiz, wir hatten doch noch ein paar von diesen dünnen Lidl-Sticks im Schrank und eine ganze Tüte voll Tabletten…
Eine Tablette in Viertel gebrochen und die Stückchen im neuen Leckerli versteckt – es funktionierte, der Stick war zwar dünn, dafür aber zäh. 😉

Moritz hat das ‚Versöhnungs-Leckerchen‘ jedenfalls anstandslos gefressen.
Seither versuche ich es immer mal wieder mit einem anderen Lecker-Stick, bisher funktioniert es. 😎

Christina

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