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Die Vorweihnachtszeit vergeht wie im Fluge – seit fast 2 Wochen leben wir ohne Telefon- und Internetverbindung, ein Ende dieser enthaltsamen Zeit ist noch immer nicht in Sicht.

Ich stelle fest, dass dieser Mangel meinen Alltag nicht etwa belastet sondern ganz wunderbar entschleunigt. Bereits vor Wochen habe ich unser heimatliches ‚Käse-Blatt‘ abbestellt, um mich nicht länger über schlecht recherchierte und fehlerhafte, von niemandem gegengelesene Artikel zu ärgern – stattdessen stellte ich mir die morgendliche Frühstücks-Lektüre online im Internet zusammen. Seit unsere Leitung gekappt wurde, frühstücke ich nun – gezwungenermaßen – ohne diese Ablenkung, nur im Zwiegespräch mit ein, zwei oder drei Stoppelhopsern… 😉 Und siehe da – die anfängliche Langeweile hat sich gegeben, man kann Frühstück auch als Hauptsache geniessen, ohne dabei irgendwas wichtiges zu erledigen…

Auch die Abende nach der Arbeit haben plötzlich viel mehr Stunden, das kurze Lesen von Mails führte bislang allabendlich über Ausflüge auf Homepages und das intensive Lesen von Blog-Beiträgen meiner fast 2 dutzend Lieblings-Blogs zu zeitraubendem Abtauchen in virtuelle Gegenwelten – das Kommentieren eurer Artikel oder Verfassen eigener Blog-Beiträgen noch gar nicht mitgerechnet. Manchmal hatte ich tatsächlich das Gefühl, ich muss jetzt aber unbedingt und dringend auf Blog-Runde gehen und auch durch Kommentare endlich meine wohlmeinenden Spuren hinterlassen – schliesslich schafft ihr es ja auch, meine Beiträge zu kommentieren…

So  verschafft mir diese Internet-lose Weihnachtszeit ungeahnte Einsichten in die Tiefen meiner virtuellen Existenz. Ich habe ja nun noch einige Tage bis Wochen Zeit, mir Gedanken über das Hinüber-Retten dieser sehr entspannten Seiten der fast schon nostalgischen Enthaltsamkeit in meine virtuelle Parallelwelt zu machen. Ein paar mal öfter den ‚Like‘-Button drücken, vielleicht – statt tatsächlich zu kommentieren? Meine Lieblings-Blogs zusammenstreichen auf ein locker händelbares Maß? Nur noch an bestimmten Tagen ins Internet abtauchen?

Gewissensfrage: Wie haltet ihr es mit dem Internet? 

Christina

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