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Obwohl unsere Tierärztin bereits 5 Stoppelhopser völlig problemlos kastriert und anschließend unbeschadet wieder unserer Obhut übergeben hat, erfüllte mich der immer näher rückende Termin für Kira schon Tage und Wochen vorher mit Sorgen.
Vermutlich kann ich mich nur nicht mehr daran erinnern, dass ich bei allen anderen vorher genauso ‚am Stock ging‘…

Wie die anderen 5 vor ihr hat auch Kira den Eingriff gut überstanden. Morgens fiel zwangsläufig ihr Frühstück aus, trotzdem war sie so lieb und verspielt wie immer, ging nur zwischendurch mal in ihrer Futterecke nachschauen, ob sie ihr Schälchen nicht vielleicht einfach übersehen hatte…

Udo brachte sie dann in den Nachbarort zu unserer Tierärztin und am späten Vormittag rief mich bereits die Tierarzthelferin auf der Arbeit an, um mich zu beruhigen – OP geschafft, Kira ging es gut!
Als wir sie abends abholten, war sie noch etwas wackelig auf den Beinen, aber schon weitgehend ausgeschlafen. Sie sagte keinen Piep, auch den Rest des Abends nicht, schaute nur aus großen Augen und war ganz bestimmt froh, uns und ihr gewohntes Zuhause wiederzuhaben.

Wir ließen sie getrennt von Nicki und Moritz in unseren kuschelig warm aufgeheizten Schlafräumen aus dem Transportkorb und sie hatte nur eines im Sinn – auf wackeligen Beinen ihr Katzenklo aufsuchen, um sich ein paar Tröpfchen abzuringen.
Als wir sie einen Moment alleine ließen, hatte sie das vorsorglich zu ebener Erde eingerichtete Bettchen ignoriert und über ihren kleinen Kratzbaum einen ihrer Lieblingsplätze auf der Fensterbank erklommen, nur entspannt liegen und schlafen – das schaffte sie nicht.
Sie hockte mehr als dass sie lag, ein wenig seitlich angelehnt, und als ich mich zu ihr setzte und ihr leise ein paar Kapitel aus meinem Buch vorlas, sank das kleine Näschen langsam vornüber auf das Kissen und sie schlief tatsächlich ein.

Zwischendrinn verspeiste sie sehr dankbar und hungrig 2 kleine Portionen Fleisch, die ich ihr in ihrem Bettchen servierte und als ich später selbst schlafen ging, war sie schon soweit wieder hergestellt, dass sie sich putzte und ihren Ruheplatz verließ, um sich über mehrere Zwischenstationen schließlich in meine Arme zu schmiegen und dort endlich zitternd zu entspannen und ganz fest einzuschlafen.

Als ich morgens erwachte, saß Kira an gewohnter Stelle oben auf meinem Schlafzimmerschrank – noch in der Nacht war sie dort hinaufgeklettert. Wieder herunter war etwas schwieriger, aber auch das schaffte sie – gaaanz langsam. Und ging dann ganz normal mit frühstücken, gemeinsam mit den anderen Stoppelhopsern, die sie eher beiläufig begrüßten.
Am Vortag liefen Nicki und Moritz noch herum wie Falschgeld, irgendetwas fehlte… Der kleine wilde Stoppelhops war ihnen abhanden gekommen. 😉

Jetzt haben wir Tag 3 nach Kiras OP – und alle Mühe, die kleine freche Laus vom Raufen mit Moritz abzuhalten.
Nicht auszudenken, wenn er ihr beim Herumbalgen bereits die Fäden ziehen würde.

Ihr seht also – alles ist gut! Weihnachten kann kommen.

Christina

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