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Eigentlich wollte ich neulich abends einfach nur ins Bett gehen, es war schon nach 11…

Aber weil Kiri schon wieder eine gefühlte Ewigkeit draussen in der Dunkelheit unterwegs war, schaute ich nochmal prüfend durch die Terrassentür in unseren durch die Terrassenbeleuchtung nur schwach erhellten Garten.

Und da sah ich Kiri, ihr Weiß leuchtete im Dunkeln – sie saß in gut 3 Meter Höhe in der Kiefer auf wippenden dünnen Zweigspitzen, klammerte sich dort fest und war sicherlich froh, mich zu sehen, denn sie ließ mich nicht mehr aus dem Blick.

Da ich schon im Schlafanzug war, eilte Udo ihr zur Hilfe. Ruhig auf sie einredend holte er die große Leiter aus dem Schuppen, baute sie unter ihr auf und stieg zu ihr hinauf. Er konnte sie zwar anfassen, aber ihre Angst war so groß, dass sie ihren Ast auf keinen Fall loslassen wollte. Da mußte Udo die Leiter nochmal umstellen, um einen besseren Halt zu finden, stieg noch höher hinauf und schaffte es wirklich, ihre kleinen Krallenpratzen von der Kiefer zu lösen. Ein Glück, dass er dort auf der Leiter stand, denn ich wäre dort freihändig bestimmt nicht wieder herunter gekommen…

Während ich Merle zur Sicherheit auf den Arm nahm, setzte Udo Kiri durch die Terrassentür ins Haus – was mir die Schrammen Nr. 7 bis 9 eintrug, da Merle wieder mal mit ausgefahrenen Krallen durchstartete, um vor dem Geräusch der sich schließenden Terrassentür zu flüchten…

Kiri war so unglaublich erleichtert, sie schmiß sich zu Boden, wo sie gerade stand, um sich das gesträubte Fell zu sortieren und unsere Streicheler zu geniessen.
Für den Abend war sie bedient und ging lieber auch ins Bett… 😉

Christina

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