Schlagwörter

, , ,

…seit dem plötzlichen Ausbruch des späten Sommers sind aufregend
und anstrengend.

Unsere ‚Teenie-Miezen‘ Kiri & Merli leben derzeit ungehemmt ihre Jagdleidenschaft aus, nehmen aber auch immer noch die von Nicki unermüdlich herbeigeschleppten Mäuse wie selbstverständlich entgegen…

Mit einem Schaudern konnte ich beobachten, wie sehr die kleinen Miezen sich auch in ihren Fressgewohnheiten voneinander unterscheiden.
Während Kiri ihre Jagdbeute zierlich in Häppchen zerteilt, um sie nach und nach zu vertilgen, schlingt Merli das Erjagte ohne weitere Umstände ‚knurpsend‘ am Stück herunter.
Wir haben so manches kleine Leben retten können, weil die Mädels immer wieder lebendes Spielzeug ins Haus tragen. Leider hat Merle ein Faible für die 3. Dimension entwickelt und hüpft wie ein kleiner Kobold durch Unterholz und Sträucher, um Jungvögeln nachzustellen. Seufz. Ich hoffe, dieser Überschwang ist nur jugendlicher Tatendrang, es ist ja ihr allererster Sommer in Freiheit…

Diese Woche röhrten auf den umliegenden Feldern Tag und Nacht die Mähdrescher und die haushohen Trecker der Lohnunternehmer preschten mit ihren riesigen Anhängern – gefühlt im Minutentakt – auf der Straße vor unserem Haus vorbei, um Raps und Korn einzufahren.
Die Erntezeit versetzt mich immer in Angst und Schrecken – denn wenn ein Miezilein sich verspätet am Futternapf einfindet, male ich mir inzwischen bereits die schrecklichsten Dinge aus.
Aber diese Feuerprobe ist bestanden – keine der drei ist zu Schaden gekommen. Tatsächlich werden sie diesen dröhnenden Arbeitsgeräten weiträumig aus dem Wege gehen – wenn es draussen zu sehr lärmt, ziehen sie sich ins Haus zurück und gehen erstmal eine Runde schlafen. Gefährlich sind da eher Situationen, in denen sie sich sicher fühlen…
Bisher habe ich noch kein Miezilein auf der anderen Straßenseite am leider verlockenden Feldrand erwischt. Trotzdem suche ich jeden Abend beim Einbiegen in unsere Straße unwillkürlich Feld- und Straßenränder nach den vertrauten Fellfarben ab und bete insgeheim, dass keine der drei von einem Auto erwischt worden sein möge. Hoffentlich wird auch dieses Feld in den nächsten Tagen gemäht, bevor Kiri & Merli ihre Jagdgründe erweitern…

Anstrengend gestaltete sich hier auch die Futterumstellung der letzten Wochen von gewolftem Fertigbarf auf ’selberschnippeln‘. Das ist schon eine zeitaufwendige Angelegenheit und man braucht eine gehörige Portion Leidenschaft und Idealismus, um das dauerhaft durchzuziehen.
Die kleinen Miezen fressen mit Hingabe, was immer ich ihnen vorsetze – nur Nicki mag zwar Barf sehr gerne, mag aber keine Veränderungen. Da werde ich das Selbstgemachte nach und nach in ihre gewohnten Portionen ‚einschleichen‘ – wir sind da schon erprobt. 😉

Allen Barf-Interessierten empfehle ich folgende Links:
Barfen – Ernährung unserer Samtpfoten
dubarfst – das Barf-Magazin
Katzen barfen – Tutorial für Einsteiger
Ist Barfen wirklich so kompliziert?

Christina

Advertisements