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Manchmal passieren die verrücktesten Dinge, während man nur still sitzen und staunen kann…

Heute in der Abenddämmerung haben wir Kira und Merli zum Abendspaziergang hinausgelassen und für die kleine Lilli die Terrassentür einen Spalt breit offen stehen lassen – ein Paar dicke Socken als Sicherung dazwischen geklemmt – so konnte sie mit den anderen hinaus und jederzeit zurück ins Haus.

Während ich ein Zimmer weiter in der Küche Einkäufe wegräumte, hörte ich von nebenan Geräusche, als würden die Mädels sich spielerisch gegenseitig ins Haus und wieder hinaus jagen. Als ich schliesslich Nachsehen ging, huschte eine dick aufgeplusterte schwarzweiße Fellkugel durch den Türspalt der Terrassentür nach draussen ins Freie und brachte sich erstmal ein gutes Stück ausser Reichweite, eine forsche Merli im Schlepptau, die sofort nachsetzte und den Fremden mit aufgebauschtem Schwanz bis hinter den Schuppen verfolgte. Auch Kira schaute aus sicherer Entfernung, was da vor sich ging. Ein prachtvoll glänzender schwarzweißer Kater, sehr plüschig auf stämmigen kurzen Beinen, drehte sich um und schaute zu mir zurück.

Auf meinen Zuruf kamen Merli und Kira sofort zu mir ins Haus – und kaum war die Tür geschlossen, kehrte der fesche Besucher sofort zurück und starrte durch die Terrassentür zu uns herein.

Der Kater in Wartestellung

Der Kater in Wartestellung

Lilli schlüpfte ganz klein und vorsichtig in eine der Höhlen der Kratzetonne im Esszimmer, genau da schoss der fremde Kater heraus, als ich das Zimmer betrat. Ich fasste hinein – was war denn das…? Ein Baldriankissen, tropfnass geschleckt und voller Katersabber.
Die merkwürdigen Geräusche, die ich von der Küche aus hörte – das war der Kater in der Kratzetonne, voll im Liebesrausch dank Baldrian.

Die Mädels saßen aufgereiht innen vor der Tür und verdrehten sich die Hälse nach ihrem Rocker…

Lillifee hat den besten Blick...

Lillifee hat den besten Blick…

Ganz aufgeregt

Ganz aufgeregt

Und während wir alle da saßen und zur Terrassentür hinausstarrten – die Mädels direkt am Glas und ich ein Stückchen dahinter – dachte ich plötzlich, ich sehe nicht richtig: Hinter dem Katerdrama vor unserer Tür, fast nicht zu erkennen im dämmrigen Licht, galoppierten zwei oder drei Rehe durch unseren verschneiten Garten, machten Bocksprünge in alle Himmelsrichtungen und freuten sich ihres Lebens.

Der Frühling ist schon ganz nah.

Christina

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