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Ein so scheues und vorsichtiges Mietzchen wie Lillifee ist eine echte Herausforderung – fast 3 Monate hat sie gebraucht, um Udo auch mal auf Streichelreichweite an sich heranzulassen.

Lillifee - süß und frech

Lillifee – süß und frech

Sie ist ein Widerspruch auf vier zarten Pfötchen – einerseits frech, neugierig, manchmal unerschütterlich in ihrer Selbstüberschätzung – dann wieder schneller auf den Schrank in Sicherheit geflüchtet, als man ‚Fee‘ sagen kann.
Scheinbare Kleinigkeiten reichen aus, um ihren Fluchtinstinkt auszulösen – wenn ich einen Schatten auf sie werfe oder mich zum Streicheln über sie beuge. Wenn eine Streichelhand von oben kommt oder ihr irgendein Geräusch nicht ganz geheuer ist. Und Besuch ist ganz unheimlich, dann taucht sie erst wieder aus ihrem Versteck auf, wenn er das Haus schon lange wieder verlassen hat.

Den Trick mit den Katzenklappen will sie immer noch nicht wissen. Seit ich ihr das Ganze neulich etwas aufdringlich näher bringen wollte, mag sie nicht mehr mit mir in den Keller gehen… Naja, aber mich mag sie immer noch – sie verzeiht mir eigentlich alles und ich habe mir sogar schon mein erstes Nasenküsschen verdient.

'Frechheit! Das ist mein Platz!'

‚Frechheit! Das ist mein Platz!‘

Kira und Merli lassen Lilli längst nicht mehr alles durchgehen wie zu Anfang. Mir scheint, sie versuchen ihr Grenzen zu setzen, damit sie ihnen nicht ständig auf der Nase herumtanzt. Die Zeit, in der Lilli wie eine Klette an der fürsorglichen Merli hing, ist vorbei – die beiden hatten schon richtig Stress miteinander. Derzeit ist Kira angesagt – mit der läßt es sich so schön toben. Wenn die zwei – und manchmal sogar alle drei – das Haus rocken, wackeln hier die Wände… Wenn sie wie wildgewordene kleine Minielefanten hintereinander her durchs Haus pesen, machen wir uns oft den Spaß und öffnen eine sonst geschlossenen Zwischentür – dann geht die wilde Jagd immer in die Runde – mal die eine vorneweg und mal die andere… 😀

Merli mit Anschluss...

Merli mit Anschluss…

Merli war ja schon in diesem endlosen Winter extrem Wetterfest – aber der Frühling steckt ihr geradezu im Blut – seit es endlich wärmer ist, ist sie unruhig und ständig draussen unterwegs. Aber wenn ich sie morgens zur Fütterungszeit vermisse, genügt meist ein langgezogener Pfiff aus der offenen Terrassentür und schon kommt sie aus unserem oder dem Nachbarsgarten herangeschossen – wie eine behende kleine Kanonenkugel auf vier Pfötchen.
Ich musste Merli ein paar Mal vor Lillis dreisten Attacken in Schutz nehmen, seither liegt sie bevorzugt in meiner Nähe, wenn sie Ruhe sucht. Morgens beim Aufwachen habe ich sie nun schon ein paar Mal kuschelnderweise bei mir im Bett entdeckt, eine lang vermisste Liebesbekundung ♥

Kuschel-Merli

Kuschel-Merli

Anders als Merli dreht Kira draussen meist nur eine Runde rund ums Haus oder sitzt stundenlang ganz geduldig im Schutz der angelehnten Schubkarre am Fuß der Kiefer. Da hat sie ein Dach über ihrem Kopf und der Sitzplatz ist auch trocken – sehr clever gewählt, um die Nachbarschaft auszuspähen. Wenn sie sich ihr graues Tarncape noch ein bisschen weiter über die strahlend weiße Brust ziehen könnte, fiele sie gar nicht mehr auf… 😉

Während die anderen beiden abends gerne schlafen gehen, muss Kira bei Einbruch der Dunkelheit unbedingt zu ihren Nachtspaziergängen aufbrechen und kommt dann erst in den frühen Morgenstunden – aus vollem Halse jodelnd – zu uns in die Schlafräume. Erst wenn sie uns beide wach gemacht hat, kuschelt sie sich zu Udo und ratzt bis kurz bevor mein Wecker klingelt. Dann kommt sie rüber in mein Schlafzimmer und nimmt, meist begleitet von Lilli, den Logenplatz auf meiner Fensterbank ein, um von dort aus mein Aufwachprozedere zu überwachen… Lilli ist zu ungeduldig für diese Aufgabe und hopst mir von der erhöhten Position aus ein paar Mal auf die Beine, vermutlich um den Vorgang zu beschleunigen. :mrgreen:

Kira hat überhaupt ein Faible für Rituale. Wegen ihrer chronischen Zahnfleischentzündung, die je nach Allgemeinzustand mal stärker und mal schwächer ausgeprägt ist, haben wir beiden geübt, bis sie sich von mir das Zahnfleisch mit Salbeitee betupfen lies. Nun hat Kiri jeden Morgen nach dem Frühstück ihren großen Auftritt: hopst auf die Küchenarbeitsfläche, buckt bei mir an und läßt mich mit einem in Salbeitee getunkten Wattestäbchen in ihrer Schnute herumfuhrwerken.
Natürlich gibt es anschliessend ein Lieblingsleckerchen, aber trotzdem finde ich es unglaublich, mit wieviel Geduld sie das alles inzwischen über sich ergehen läßt. Unglaubliche Kiri… ♥

Salbeitee für Kira

Salbeitee für Kira

Christina

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