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Schorschi, der kleine Besucherkater, hat inzwischen mehr als ein Pfötchen in unserer Terrassentür…

Er kommt jetzt öfter, manchmal zwei Mal täglich.
Wenn er da ist, starrt er erstmal sehnsüchtig durch die Scheibe, ob ihn auch jemand sieht. Und wenn die Tür einen Spalt aufsteht, sitzt er durchaus auch direkt im Türspalt oder kommt sogar ein paar Schritte herein, um sich ganz ruhig umzuschauen und einen Moment später wieder nach draussen zurückzuziehen.
Es ist ziemlich bewegend, wenn er so still dasitzt und ungläubig von einem zum anderen schaut, als wartet er auf Schimpfe, weil er das Haus betreten hat.
Wenn er sich unbeobachtet fühlt, nimmt er bei der Gelegenheit auch gern Spielzeug mit nach draussen – irgendwas mit Catnip, das geht immer.

Das Ruhelager, dass ich ihm auf unserer Bank gleich neben der Terrassentür eingerichtet habe, hat er gleich für sich entdeckt – dahin zieht er sich für Stunden zurück, wenn er satt, trocken und zufrieden ist.

Anfassen läßt er sich nicht – aber er ist auch nicht mehr ganz so schreckhaft, wenn wir ihm Futter nach draussen stellen. Sein Sicherheitsabstand ist auf nur noch etwa einen Meter zusammengeschrumpft.
Zu den Mietzimädels ist er nett und zurückhaltend, Kira geht schon richtig freundschaftlich mit ihm um. Merli verliert langsam ihre Scheu und traut sich an ihm vorbei und Lilli ignoriert ihn einfach – wobei sie ihn nicht aus den Augen läßt und mit coolem Auftreten zu beeindrucken versucht…

Es bleibt also spannend.

Werden wir das Adoptionsverfahren bestehen?
Zieht der Schorschi bei uns ein? Oder nutzt er unsere Terrasse nur als strategischen Stützpunkt, als nicht zu verachtenden Vorteil im Revierverteilungskampf mit den anderen Katern?
Wenn ich ihn so sehe, denke ich, er ist zu zart und klein, um Katerkämpfe überstehen zu können. Aber er streunt ja schon länger herum und scheint trotz seiner Jugend ganz schön zäh zu sein.
Wir würden uns sehr freuen, wenn er bei uns bleibt.

Christina

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