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Nach seinem Sonntag-Nachmittag-Schälchen schlenderte Schorschi ganz lässig davon, Lilli und Kira im Schlepptau.
Seit wir ihn versorgen, hat sich sein vorsichtig-geducktes Auftreten zusehends entspannt, er wirkte zuletzt unbekümmert und fast schon stolz – wie es einem Jungkater zusteht.

Als er sich entgegen seiner Gewohnheiten den ganzen Montag nicht bei uns sehen ließ, versuchte ich mir einzureden, er sei vielleicht weitergezogen oder kampiert bei dem schönen Wetter inmitten der Mäuse draussen im Feld…

Heute Morgen saß er nach 1 1/2 Tagen endlich wieder vor unserer Terrassentür, das Näschen fast an die Scheibe gepresst.
Er humpelt auf einem Hinterbein und ist viel scheuer als zuvor. Anfassen durften wir ihn ja noch nie – aber beim Servieren der Mahlzeiten aus der halboffenen Terrassentür heraus ist er vorher doch wenigstens in einem Meter Entfernung auf der Fußmatte sitzen geblieben… Nun weicht er einige Meter zurück und humpelt erst herbei, wenn die Tür wieder geschlossen ist.

Nach dem Futtern hat er sich sofort wieder in Sicherheit gebracht. Wenn er sich doch nur helfen lassen würde…

Zwischen Schlafbox und Futterplatz steht nun ein oben offener Kennel mit Badriankissen… Vielleicht verleitet ihn seine ‚Drogensucht‘ zu einer Unvorsichtigkeit.
Aber nicht mal die baldriansüchtige Lilli steckte mehr als ein Köpfchen hinein, bevor sie einen Rückzieher machte und die präparierte ‚Falle‘ seither weiträumig umgeht. Dabei hätten wir sie auch gern gefangen – sie hat eine Zecke unter dem Ohr und verweigert strikt jede Hilfsmaßnahme.

Lilli kann nicht nur Gedanken lesen – sie scheint ‚brenzelige‘ Situationen förmlich zu riechen und wer auf die Idee kommt, sie festzuhalten, hat besser ein paar Falknerhandschuhe und einen eisenharten Griff…
‚Kicking Lilli‘ halt! 🙄

Christina

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