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Seit ein paar Tagen versuchen wir Lillis ‚Katzenklappenphobie‘ anzugehen.

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Nicht ganz uneigennützig, das gebe ich zu – wir leben hier seit Wochen bei offener Terrassentür. Seit Lilli uns zu verstehen gegeben hat, dass uneingeschränkter Freigang erheblich zu ihrer guten Laune beiträgt, tun wir auch in dieser Hinsicht, was wir können.
Aber irgendwann hat dieser Sommer ein Ende…
Und dann steht ständig ein nörgeliges Mietzchen an unserer Terrassentür und verlangt Ein- und Auslaß. 🙄

Nachdem Lilli die Katzenklappe konsequent ignoriert und nicht mal eine Blickes würdigt, seit ich vor unzähligen Monaten meinen ersten gutgemeinten aber total verunglückten Klappentrainingsversuch abbrechen musste (Merke: was bei der einen Katze funktioniert ist für die andere der totale Graus!), musste ich mir etwas total Unverdächtiges einfallen lassen, um Lilli nicht wieder abzuschrecken. Katzenklappen, so fürchte ich, scheint sie mit Katzenfallen oder den dunklen Öffnungen von Katzentransportern zu assoziieren.

Seit ein paar Tagen stehen hier jetzt plötzlich alle Katzenklappen offen! Alle ganz unverfänglich mit Schnur hochgebunden…

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Die offenen Klappen in Verbindung mit der offenen Terrassentür sind eine etwas zugige Angelegenheit – jedenfalls wenn man nicht größer ist als eine Katze. Lilli fand den Windzug auch erstmal erschreckend. Das windige Loch in der Tür war ziemlich gruselig – aber auch wieder spannend genug, es sich genauer anzusehen. Das war schon erheblich mehr Aufmerksamkeit für die Katzenklappe, als sie in den ganzen vergangenen Monaten aufgebracht hat.

Im nächsten Schritt haben wir der murrenden Lilli nächtlichen Hausarrest verordnet, die Terrassentür geschlossen und ein betörendes Duftkissen jenseits der Klappe deponiert…
Dann sind wir schlafen gegangen. Nur keinen Druck ausüben.

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Siehe da, am nächsten Morgen sitzt Lilli draussen auf der Fensterbank! Seither benutzt sie die offenstehenden Klappen jede Nacht, wenn sie von drinnen nach draussen möchte. Als Eingang hat sie sie allerdings noch nicht für sich entdeckt – sie bleibt lieber draussen, bis sich die Terrassentür wieder öffnet.

Ein nächtlicher Regenschauer könnte ihre Einstellung vielleicht ändern… Warten wir es ab.

Und dann wird es erneut spannend, wenn wir die Klappen irgendwann wieder herablassen. Wird sie diese Veränderung akzeptieren?

Christina

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