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Heute Morgen hat Kiri mich geschockt.
Am Ende meiner Walkingrunde durch sternklare Nacht sprangen gerade die Straßenlaternen an. Ich überquerte die letzte Kreuzung auf dem Weg nach Hause, die letzten hundert Meter, und hielt bereits Ausschau nach dem kleinen grauen Schatten mit den weißen Pfötchen – da sprang sie aus dem Gebüsch und stand vor mir!
So weit weg von Zuhause, vier Nachbarsgrundstücke dazwischen, saß sie ganz still im Schutz der Hecken und wartete auf mich.
Sie begleitete mich im Katzengalopp, sprang fröhlich mal vor mal hinter mir – und ich war froh, dass wir uns von der Kreuzung entfernten, denn dort querten schon die ersten frühen Autos.
Lilli hat mir vor einiger Zeit in ähnlicher Entfernung in der anderen Richtung aufgelauert, saß beim letzten Nachbarn in der Auffahrt, kleiner schneeweißer Schatten in der Dunkelheit.
Ich hätte nicht gedacht, dass unsere Katzenmädels ihr Revier so weit dehnen – aber zwischen uns und dem Nachbarn an der Kreuzung ist gerade eine Stelle vacant. Der dicke schwanzlose Kater, vor dem Merli sich immer so fürchtete, ist vor einigen Monaten mit seiner Familie fortgezogen. Bis auf Kater auf Durchreise gibt es hier in allen Nachbarsgärten nur noch die Stoppelhopser und den stillen roten Kater des Nachbarn an der Kreuzung.

Christina

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