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Lilli murrt.
Sie sitzt knapp einen Meter neben meinem Platz am Esstisch und versucht mich durch murren in allen Tonlagen von meinem aufgeklappten Notebook wegzulocken.

Da sitzt sie und lockt und gurrt, maunzt ein ‚Muhhh…‘, fragend ansteigend.
‚Kommst du…?‘ steht auf ihre kleine Katzenstirn graviert, während sie ganz kleine schmale Augen macht und murrend ihre Schnute spitzt, als würde sie fliegende Küsschen verteilen. Entzückend!
Sie ist so süß, ich würde sie zu gern knuddeln und knutschen. Aber das geht nicht, nicht mit Lilli! Ganz allmählich hat sie mir kleine Gesten der Zuneigung zugestanden, klitzekleine Gesten erst, die sich langsam steigerten, während der 10 Monate, die sie hier mit uns lebt.
Wir sind schon bei Köpfchen-geben angelangt – wohl gemerkt: ICH lege mein ‚Köpfchen‘ an ihre Stirn – muss dabei aber so tun, als wäre es ein Versehen.
Als würde ich sie beim Herabbeugen ganz nebenbei streifen, während sie da vor mir auf der Küchenarbeitsfläche herumtrippelt. Sie läßt es sich gefallen, ist überhaupt sehr nachsichtig mit mir in letzter Zeit.

Jetzt murrt sie wieder, ganz eindringlich.
Man glaubt gar nicht WIE eindringlich so eine kleine Katze murren kann, wenn sie etwas erreichen will. Seit Monaten schon arbeitet sie daran, mich zu dressieren. Und ich tue ihr den Gefallen, stehe auf und werfe ihr Spielzeugmäuse, die sie geschickt nach Katzenart aus der Luft fängt.
Nach einer Weile braucht sie meine Animation nicht mehr und hüpft und tobt ganz entspannt zwischen dem ganzen Katzenspielkram herum, um ganz für sich allein Kastanien und Spielzeugmäuse durch die Gegend zu ditschen.
Ich habe mich währenddessen wieder an mein Notebook zurückgezogen, um noch drei Sätze in den Blog zu schreiben – da steht sie wieder vor mir und murrt.

Auf in die zweite Runde…

Christina

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