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Lilli hat die hochgebundenen Katzenklappen in den vergangenen Wochen als Selbstverständlichkeit in ihr Leben integriert und hat auch sonst im Umgang mit uns Menschen einen Quantensprung gemacht.

Nicht nur, dass wir ihr Überraschenderweise auf den Pelz rücken durften, um ihr ein Spot-on in den Nacken zu träufeln. Sie wird auch immer mutiger, bringt sich nur noch dann in Sicherheit, wenn ihr der Trubel mit drei Katzen zwischen 4 Menschenbeinen irgendwie unheimlich wird. Sie entpuppt sich immer mehr als sehr energische und durchsetzungsstarke junge Katzen-Dame mit einem recht locker sitzenden Vorderpfötchen. *Ditsch*

Der unaufhaltsam nahende Winter hat mich dazu bewogen, den nächsten Schritt im Lilli-Trainingsprogramm anzugehen – ‚Wir üben das Durchschreiten einer real existierenden Katzenklappe!‘

Nachdem ich eines Abends die Kellerklappe losgebunden und mich gleich mehrmals vergewissert hatte, dass sie auch wirklich funktionierte, machte ich das Licht aus und ging schlafen… Lilli war drinnen, vier Katzenklos im ganzen Haus verteilt – alles war bestens vorbereitet, dachte ich.

Am Morgen lag Erbrochenes auf dem Wohnzimmerteppich und eine plakative Protestnote zierte die Gästetoilette – eine ordentliche Katzenpipi-Pfütze, über den Rand bis unter das Katzenklo gepullert.
Da Lilli den ganzen folgenden Tag über den Weg in den Keller hinunter verweigerte und sich stattdessen das Öffnen der Terrassentür einklagte, band ich die Kellerklappe noch am gleichen Tag wieder hoch und ließ erneut den kalten Westwind ungehindert in’s Haus.

Bei meiner verzweifelten Suche nach einer Lösung für unser kleines Klappen-Problem stieß ich im Internet auf einen hilfreichen Tipp mit Aussicht auf Erfolg! Ich schnitt aus durchsichtigen Plastik-Dokumentenhüllen zwei Ersatzklappen passend zurecht, um damit die Öffnungen unserer zwei ‚Türdurchschlupfe‘ – Katzenklappen kann man das ja derzeit nicht nennen… 🙄 – mit Geduld und langen Pausen nach und nach abzuhängen.

Klappen-Ersatz...

Klappen-Ersatz…

Zunächst hing der weiche Klappenersatz nur ein paar Zentimeter in der Öffnung und rückte im Laufe der folgenden Wochen immer weiter nach unten, um Lilli nach und nach an die Berührungen der mit dem Kopf aufgestossenen und über den Rücken gleitenden anschmiegsamen Klappe zu gewöhnen. Vor kurzem haben wir das weiche Plastik durch zwei festere Dokumentenhüllen-Ersatzklappen ersetzt, um der Realität ein Stückchen näher zu kommen…

...zu Trainingszwecken hochgebunden

…zu Trainingszwecken hochgebunden

Inzwischen reichen die Ersatzklappen über die gesamten ‚Türdurchschlupfe‘ und Lilli passiert sie – trotz Widerstand beim Öffnen und schabenden Geräuschen – ohne zu zögern.

Wir nähern uns dem Höhepunkt des Experiments… 😉

Christina

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