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Früh morgens meine Walkingrunde ohne Katzenbegleitung zu absolvieren wird eine immer kniffliger zu lösende Aufgabe. Um cleverer zu sein als Kira müsste ich wohl noch früher aufstehen… Viiiel früher. Seufz.

Wenn ich es schaffe, sie im Haus zu halten, bis ich mich auf den Weg machen kann, habe ich eine gute Chance, mich ohne Verfolger abzusetzen. Wenn sie aber vor mir hinausschlüpft, schlägt sie in Windeseile einen großen Bogen und springt mir jauchzend aus der Hofeinfahrt des übernächsten Nachbarn entgegen.

Es begann vor ein paar Wochen, als Kira mir im Morgengrauen einige hundert Meter von Zuhause auf meinem Weg durch die Felder auf der Straße entgegen kam. Sie hopste über den Asphalt, ließ eine Taube aufflattern und fast kam es mir vor, als würde sie fröhlich vor sich hinpfeifen…
Was freute sie sich mich zu sehen – so weit von Zuhause, in der Fremde sozusagen. Ich nahm sie hoch, um mit ihr auf dem Arm schnellstmöglich den Rückweg anzutreten. Aber da hatte ich falsch gedacht – Kira verwandelt sich nach ein paar Sekunden auf dem Arm in etwas ähnliches wie einen glitschigen Aal. Ich musste sie wieder herunter setzen und genau in dem Moment kam ein Auto die Straße herab. Panik stieg in mir auf – aber Kira verschwand ohne zu zögern im angrenzenden Maisfeld und blieb in Deckung, bis der Wagen vorbei und alles wieder ruhig war. Dann hörte ich sie rufen in ihrem typischen Kira-Singsang, der Mais rauschte und wir machten uns auf den Weg Nachhause – Kira im Galopp durch’s Maisfeld, ich joggend auf der asphaltierten Straße. Und trotz ihres Maisfeld-Hürdenlaufs war sie um Längen schneller als ich.

Diese Episode muss ihr soviel Spaß genacht haben, dass sie mich seither nicht mehr alleine losziehen lassen will.

Christina

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