Miri

Miri ~*14. Februar 1994 +02. September 2009


Miri zieht bei uns ein

Da hieß Miri noch Miss Marple – ein Bild aus dem Tierheim

Wir hatten Miris Bild in unserer Tageszeitung entdeckt, sie wurde als Notfall der Woche von unserem Tierheim vorgestellt. Kurzentschlossen sind wir hingefahren, erstmal nur zum gucken – haben aber gleich den Katzenkennel mitgenommen. Nachdem wir Miri gesehen hatten, konnten wir sie einfach nicht mehr dort lassen.

Als Miri am 14. Februar 2009 bei uns einzieht, ist sie nur noch ein Häufchen Elend. Sie ist entsetzlich mager und struppig und kann wegen ihrer Unbeweglichkeit nirgends draufspringen. Sie hat große Probleme mit ihren Hinterbeinen, geht ganz zittrig und hat keine Kraft, sich aufrecht zu halten.

Miri ist bei uns angekommen

Sie kann kaum auf ihren Pfötchen stehen

Sie putzt sich auch nicht, entweder, weil sie sich elend fühlt oder weil sie sich nicht gut bewegen kann. Wir stellen sie erstmal unserer Tierärztin vor. Und irgendwann natürlich auch Nicki und Moritz…

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Miri’s erster Tag bei uns

Miri hat einen sehr gesunden Appetit, hat nach Wochen ohne Körperpflege heute das erste Mal versucht, ihr Gesichtchen zu waschen – und schnell wird sie – kaum auf dem Bett abgesetzt und zur Tür hinaus, steht sie schon wieder hinter einem… Heute hat sie sich von Udo ganz brav bürsten lassen.

Schmuserunde

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Miri gewöhnt sich ein

Miri entwickelt sich – sie erkundet bereits die Wohnung…

Die Katzenklo-Besuche sind ein kleines Problem – Miri klettert manchmal nur mit den Vorderpfötchen hinein, und selbst wenn sie es ganz hinein schafft, bleibt sie gleich vorne stehen und strullt in hohem Bogen über den Rand.

Das Kloproblem versuchen wir kreativ zu lösen.

Ihren letzten Spaziergang heute Abend hat sie auf ihre Art beendet…

Da liegt sie immer noch…

Nicki verschläft alles…

Und Moritz ist stiften gegangen…

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Miri hat Maulgeschwüre und wir beginnen den Bau des Katzengartens

Nachdem alles so gut begonnen hat und Miri sich mit einer Mischung aus Coolness und Schwerhörigkeit in das tägliche Leben von Moritz und Nicki sozusagen einschleicht, wird unser nimmersatter kleiner Vielfraß plötzlich ein mäkeliger Fresser.
Drei Stoppelhopser

Drei Stoppelhopser

Ständig schleppe ich andere Futtersorten an, die sie nach ein- oder zweimal Probefressen wieder verweigert. Alles muß ganz fein mit der Gabel zerdrückt werden – und an Tagen, an denen sonst gar nichts geht, versuche ich ihr das Futter mit etwas Sahne schmackhaft zu machen – es ist zum Verzweifeln, dieser kleine Hungerhaken kann eigentlich auf keine Mahlzeit verzichten.

Schließlich deute ich ihr Schmatzen und Speicheln, ihren Rückzug von allem und den Mundgeruch richtig – unsere Tierärztin stellt eine schlimme Zahnfleischentzündung und Mundgeschwüre fest.
Wir versuchen ihr das Leben mit einem Schmerzmittel zu erleichtern und das Problem mit AB (Antibiotika) hoffentlich in den Griff zu kriegen.
Miri schläft und schläft

Miri schläft und schläft…

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Miri wird trainiert…

Die Gartenbauarbeiten sind wegen des regnerischen Wetters ein wenig ins Stocken geraten, aber der Anfang ist gemacht. Miri ist für ihre Verhältnisse seit einigen Tagen total aufgedreht, sie hoppelt das Sofa rauf und runter auf dem Weg auf ihre
Wohnzimmerfensterbank – ganz links steht ihr Schälchen, ganz rechts Katzengras und Wasser, und auf den 4 Metern dazwischen 2 Nestchen, zwischen denen sie sich nicht entscheiden kann…
100_6233Miri putzt sich

Und zusätzlich hält Udo sie in Bewegung (…und trainiert sie heimlich!), indem er sie schmusend auf den Arm nimmt und irgendwo in der Wohnung wieder absetzt, damit sie sich auf dem Rückweg in das Nestchen ihrer Wahl ordentlich bewegt und ihre zitterigen Hinterbeinchen kräftigt – und es klappt schon sehr gut! Heute Abend hatte sie schon keine Lust mehr, auf meinen Futterservice zu warten – der (zugegebenermaßen) immer etwas auf sich warten läßt, damit sie erstmal das mit einem Leckerchen verabreichte AB verdaut – und stolzierte einfach in die Küche, um neben Moritz stehend Nickis Schälchen leerzuputzen…;-)

OLYMPUS DIGITAL CAMERASchmatz schmatz

Und das war nur grob zerkleinertes Miamor, d.h. ziemlich große Hühnchenfleischbrocken am Stück… Und das, nachdem ich sie wochenlang nur noch mit völlig zermatschtem Whiskas zum fressen verlocken konnte… Oder zu können glaubte?!? Hach, ich bin so froh – alles wird gut!

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Miris erster Ausflug

Hier kommen Bilder von Miris erstem Ausflug – es war so niedlich, Miri mit uns auf dieser Seite des Zaunes – Nicki und Moritz in Beobachtungsposition auf der anderen Seite.

Miri war ganz intensiv damit beschäftigt, den neuesten Aushang in der Katzenzeitung zu studieren – unser Winterjasmin dient seit jeher der Verbreitung katzenrelevanter Nachrichten – und etwa 20 cm von ihr entfernt auf der anderen Seite der Pforte war Moritz ganz intensiv damit beschäftigt, Miri zu studieren.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAMiri an der Pforte

Er steckte sein Näschen förmlich zwischen den Holzlatten hindurch, um Informationen zu inhalieren…;-)

Bis Miri ihn bemerkte, fauchte und ganz eilig den Rückweg in’s Haus antrat… Draussen fühlte sie sich noch etwas unsicher…

OLYMPUS DIGITAL CAMERAIch glaube ich träume…

OLYMPUS DIGITAL CAMERAMiri liest die Katzenzeitung

OLYMPUS DIGITAL CAMERAUnd schnell wieder Nachhause

OLYMPUS DIGITAL CAMERAAusruhen nach der Anstrengung

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Alles wunderbar

Alle drei Stoppelhopser genießen Miris Katzengarten – Moritz hat seinen bisherigen Lieblingsplatz auf den Holzfliesen vor der Schuppentür eingetauscht gegen den Platz in der geschützten Zaunecke unter der Tanne, da hat er Rückendeckung, Sonne und ein Regendach aus Tannenzweigen über sich…

OLYMPUS DIGITAL CAMERANicki und Moritz

Nicki probiert alle Liegebretter auf ihre Liegetauglichkeit und balanciert auf dem Zaun entlang zwischen ihnen hin und her…

OLYMPUS DIGITAL CAMERANicki auf Spaziergang

Und Miri hat ihre anfängliche Scheu überwunden und fordert den freien Ausgang in den Garten inzwischen als Grundrecht ein…;-) Sie weitet ihre Erkundungstouren immer mehr aus und läßt sich dabei auch von den beiden Großen nicht irritieren. Alle drei scheinen sich gegenseitig sehr interessant zu finden und beschnuppern immer eifrig den Platz, den der andere gerade verlassen hat…

OLYMPUS DIGITAL CAMERASchattenplätze sind gefragt

Miri benimmt sich immer mehr wie eine ganz normale Katze – sie ist verschmust und aufmerksam, macht immer längere Spaziergänge, springt mit einem Satz von der Sofasitzfläche auf die Fensterbank, redet ganz viel mit uns, pillert inzwischen nur noch 3 – 5 Mal am Tag und trinkt auch nur noch etwas mehr als z.B. Nicki, die gern Dörrfleisch nascht und dann brav Wasser hinterher trinkt.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAKleiner Genießer

Ach, ich bin so froh, dass Miri bei uns ist! Alle Mühen der letzten Monate haben sich gelohnt!

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Miri kriegt ein Außenklo

Miri ist vor einigen Tagen in eine Art ‚Jungbrunnen‘ gefallen, das fing damit an, dass sie Sonntags abends, als ich schon völlig k.o. auf dem Sofa lag, plötzlich auf mir und dem Sofa herumkletterte (vermutlich, weil sie den ganzen Tag draussen unter der Bank in ihrem Körbchen geschlafen und Kraft getankt hatte) – als Schlafenszeit war, drehte sie erst recht auf, stemmte sogar aufrecht auf den Hinterbeinchen stehend (!!!) die angelehnte Schlafzimmertür auf, um dann Udo anzumaunzen.

Und das macht sie nun schon die zweite Nacht: baut sich mitten in der Nacht immer wieder vor Udo’s Bett auf und ‚brüllt‘ ihn an, vermutlich sagt sie ’steh auf und mach die Terrassentür auf – ich will RAUUUUS!‘
Heute Morgen um 4 hat er aufgegeben – es war schon recht warm draussen, da hat er ihr die Terrassentür aufgestellt und sie gab endlich Ruhe und hat sich draussen in ihr Körbchen gekuschelt.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAMiri schläft draussen

Letzte Woche habe ich ihr übrigens draussen eine Art Katzenklo eingerichtet – Miri hat sich nämlich eine Stelle zwischen den Tomaten als Klöchen auserkoren und damit Moritz nicht anfängt, die Tomaten zu markieren und die ganze Sache nicht irgendwann zum Himmel stinkt, habe ich etwas abseits von den Tomaten noch unter dem Dachüberstand den Boden aufgelockert und mit Sand und trockenem Kompost gemischt (Kompost haben wir im Überfluss – das läßt sich schnell mal austauschen..;-)) – aber sie umzugewöhnen forderte meine ganze Hinterlist…

Erst mußte ich als Sichtschutz einen bepflanzten Blumenkasten davorstellen – das alte Mädchen ist nämlich prüde. Und die Bodenbeschaffenheit wurde solange variiert, bis ich schließlich auf die bereits bewährte Tomatenerde-Haus-mischung zurückgegriffen habe…

Den Kompost dafür habe ich in einem schwarzen Maurerkübel in der prallen Sonne im Schnelldurchgang getrocknet… Und dann mußte rund um die Tomaten einige Tage lang der Boden feucht gehalten werden, sonst hockte sie wieder dazwischen… 😀 – und dann hatte ich es geschafft!

OLYMPUS DIGITAL CAMERAMiris Draussenklo

Nun geht sie bei schönem Wetter draussen auf’s Klo – übrigens genau wie drinnen: ein Schritt in’s Beet und fast im Stehen bis auf die Gehwegplatten gestrullt (lach…)

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Miri wird energisch

Hihi – ich muß euch mal schnell aufs Laufende bringen und von den neuesten Entwicklungen bei den Stoppelhopsern berichten!

Gestern saß Miri im Sonnenschein im Gras und schaute immerzu über sich in die Bäume – ich dachte mir, was macht sie da? Sie kann die Vögel doch gar nicht hören!?!
Ich bin dann hinaus zu ihr – und siehe da, über ihr auf einem Liegebrett auf dem Katzengartenzaun lag Moritz und schaute auf sie herunter. Und er war ziemlich kiebig drauf – war nix mit streicheln, er versuchte mir gleich die Krallen ‚durchs Fell‘ zu ziehen. Hab‘ ich mich halt mit Miri beschäftigt und Kiefernzapfen für sie springen lassen – neulich raste sie wie wild da hinterher.

Aber Moritz kam von seinem Brett herunter, ließ sich etwa 1 Meter von uns nieder und starrte Miri durchdringend an… Und dann ging plötzlich die Post ab – Miri im Galopp auf Moritz los – Moritz sprang davon unter die Gartenstühle – Miri hinterher, nachgeben gibt’s nicht, stand vor ihm und machte ihn an…
Ich versuchte mit einer Spielangel abzulenken und Moritz versuchte sich darüber auch ganz erleichtert aus der Affäre zu ziehen – kam zu mir und schmiss sich gleich auf den Rücken um nach den Lederschnüren zu angeln.
Da kam Miri schon wieder angeschossen und jagte ihn mit ihrer Attacke in die nassen Rabatten auf dem Terrassenbeet – nun erst hatte sie genug und spazierte in aller Seelenruhe an ihm vorbei die Treppenstufen hinauf in’s Haus…

OLYMPUS DIGITAL CAMERAMiri auf dem Rückweg

Heute Morgen gab es gleich die Fortsetzung – Nicki und Moritz waren draussen auf der Terrasse, einen Moment vorher hatte Moritz mal wieder den Macho heraushängen lassen und Nicki angemacht, nun ging er die Terrassenstufen hinunter und verschwand aus meiner Sichtweite.
Miri spazierte an Nicki vorbei und die Treppenstufen hinunter – und blieb auf halber Strecke stehen…

Kennt ihr das, dass eine Katze ringsumsichherum so eine Art unantastbaren Raum mit sich herumträgt? Die anderen werden dadurch umgelenkt oder aufgehalten – als säßen sie in großen Luftblasen, die jede weitere Annäherung verhindern…
Nun – Miri saß nun auf der Treppe und mußte wohl dringend aufs Klo, Moritz saß unten gleich neben der letzten Stufe und tat ganz unschuldig, um sich herum diese ‚Luftblase’, die Miri daran hinderte, weiterzugehen…
Und ich ging erstmal frühstücken…

Aber nicht lange – Kampfgesang im Katzengarten, Udo und ich stürmten hinaus, um Miri zu retten – und was sahen wir: Moritz lag ziemlich nervös mitten auf dem Rasen, die Pfötchen untergeschlagen, Miri stand direkt vor seiner Nase und sang
in den höchsten Tönen – wahrscheinlich las sie ihm gerade die Leviten: ‚alte Damen vom Toilettenbesuch abhalten, Respektlosigkeit, ich gerbe dir gleich das Fell, du Flegel…’ Moritz nutzte unser Auftauchen, um sich mit einem Sprung über den Zaun in Sicherheit zu bringen – und Miri sprang (bis zum Zaun) hinterher!

Die Zusammenhänge konnte ich mir natürlich nur zusammenreimen, aber ich denke, so in etwa wird es sicherlich gewesen sein.

Etwas später war dann aber auch wieder alles in Ordnung, Moritz lag direkt oben neben den Treppenstufen auf der Terrasse und Miri ging mit einem kurzen Seitenblick an ihm vorbei, ohne einmal zu zögern. Und anschließend haben beide sich nahe beieinander im Katzengarten zum Schlafen niedergelassen, guckt ihr hier:

OLYMPUS DIGITAL CAMERA…nach dem Streit

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Miri zieht nach Draussen

Irgendwie habe ich das Gefühl, Miri konnte in ihrem ersten Leben völlig ungehindert Freigang genießen… Ziemlich seit Anfang an, seit sie bei uns ist, hat sie Nachts laut gerufen – besonders, wenn sie größere Geschäftchen erledigt hat, muß sie das lauthals kundtun.
In der letzten Zeit so vehement, dass Udo schon mal zeitig Morgens die Nerven verloren hat und ihr die Terrassentür aufstellte, damit sie endlich Ruhe gibt – und dann war sie draussen und es war Ruhe…
Obwohl wir dauernd hinter ihr sauber machen, zieht sie ihr schickes Außenklo dem hier drinnen ganz offensichtlich vor.

Seit ein paar Tagen, seit das Wetter so schön ist und es auch Nachts warm bleibt, ist Miri nach draussen gezogen… Die ersten Abende habe ich sie mir noch geschnappt und reingetragen – Glucke, die ich bin…
Aber dann steht sie hier drinnen vor der Terrassentür, guckt immerzu raus und jammert mich in so einer Tonlage an, dass ich ihr die Tür wieder aufmachen muß.

Nun hat sie schon 2 Nächte draussen verbracht, in ihr neues Lieblingskörbchen gekuschelt…

OLYMPUS DIGITAL CAMERAMiri in ihrem Körbchen

Ich lasse auch immer ein Stuhlkissen für sie liegen und die Terrassentür klein auf – und hoffe, dass sich diese Vorliebe spätestens beim ersten Gewitter wieder legt. Bisher hatte noch jedes Lieblingsplätzchen nach ein paar Wochen seinen Reiz
verloren und dann war wieder etwas anderes angesagt – Katze eben.

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Einen Versuch ist’s wert

Da Miri immer ganz aufmerksam wird, wenn eine der Katzengarten-Pforten geöffnet wird, immer mal wieder sehnsüchtige Blicke durch die Zaunlatten wirft und auch schon mit eigenen Pfötchen versucht hat, die Pforten aufzuziehen, gibt es hier erste Bilder von unserem Lösungsansatz:

OLYMPUS DIGITAL CAMERAMiri beim Geschirr-Probetragen

Miri beim Probetragen ihres neuen Ausgeh-Geschirrs…

OLYMPUS DIGITAL CAMERA…geht schon ganz gut!

Wenn sie sich daran gewöhnt hat, versuchen wir es mal mit der Leine…

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Miri gehört jetzt richtig zu uns!

Letzte Woche Freitag klingelt es und zwei Mädels vom Tierheim stehen vor der Tür… Sie wollten mal nach Miri schauen – das wird so in jedem Übernahmevertrag vereinbart. Während der ersten 6 Monate nach dem Einzug darf das Tierheim kontrollieren, ob Miri gut untergebracht ist, erst dann ist die Übernahme perfekt.

Die jungen Damen konnten sich noch genau an das Häufchen Elend erinnern, welches Miri noch Anfang des Jahres war – ganz struppig und mager.
Es war eine Vorstellung wie aus dem Bilderbuch – Miri war gerade in der Küche ordentlich am futtern, ließ sich von allen Seiten betrachten und hopste dann auf die Esszimmerfensterbank, um sich zu putzen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAMiri sucht Nähe

Und unser Katzengarten konnte auch richtig Eindruck schinden. Moritz lag im Gras und ließ sich schnuseln und die beiden jungen Damen guckten ungläubig umher… ‚Bleiben die Katzen tatsächlich hier drinnen???‘ – Nein, nur Miri – weil ihre Hinterbeinchen zu schwach sind. Die beiden Großen hopsen da problemlos drüber…

OLYMPUS DIGITAL CAMERAIm Katzengarten

Beim Tag der offenen Tür Mitte August werden wir Fotos in’s Tierheim bringen, alle sollen sehen, wie gut so eine Geschichte ausgehen kann!

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Ein Liebesbeweis

Die vorletzte Nacht war etwas kurz, ich hatte Miri zu Besuch…

Eigentlich hatte sie die Nacht, wie alle Nächte zuvor, seit es so warm und trocken ist, draussen in ihrem Katzengarten verbracht… Aber irgend etwas hatte sie dazu bewegt, rein zu kommen, um drinnen auf ihr Katzenklo zu gehen – und so stolperte Udo Nachts im Dunkeln auf dem Weg in’s Bad fast über die kleine Maus…
Davon wurde ich natürlich auch wach und ging nachschauen, ob alles in Ordnung ist – und dann kam sie mit mir mit und die Nacht war gelaufen.

Sie fand sofort wieder den Weg über ihren kleinen Kratzbaum auf eine Truhe mit Katzi-Schlafplatz und von da auf mein Bett – ich bin vor einiger Zeit des ruhigeren Schlafens wegen in unser Gästezimmer umgezogen, Miris ehemaliges ‚Separee’…
Sie kam erst einmal auf Streichelreichweite und ging dann zurück auf die Truhe, als ich das Licht ausmachte.

Und dann marschierte sie etwa 1 x jede Stunde von der Truhe aus schnurrend an meiner einen Seite entlang zum Kopfende des Bettes, streichelte mir schnurrend mit ihren Schnurrhaaren durchs Gesicht, ging hinter meinem Kopf auf die andere Bettseite, quäkte mir 2 x halblaut in’s Ohr und marschierte wieder zurück auf die Truhe am Bettende, um sich zu putzen und wieder hinzulegen. Zwischendurch machte sie auch einen Abstecher auf die Fensterbank, um an dem Gras dort zu knabbern…

Gegen 4.00 Uhr hatte ich einen leichten Nervenzusammenbruch, wir wollten um halb 6 aufstehen, um zeitig nach Hamburg zu fahren. Udo lockte Miri dann in die Küche auf einen Schluck Sahne – und ich machte meine Schlafzimmertür zu.

Miri ist dann wieder nach draussen gegangen, schließlich wurde es schon hell – und als ich gerädert aufstand, lag sie draussen auf einem Stuhlkissen in süßem Schlummer, ganz ohne zu quäken. Sie muß ja auch tagsüber Kraft sammeln für ihre wilden Nächte…

OLYMPUS DIGITAL CAMERAAm liebsten ist sie draussen

Miri kommt nur zum futtern rein und versteckt sich sonst seit ein paar Tagen hinter meiner einen Rosenstaude auf dem Terrassenhügel, zwischen meinen ganzen wild wuchernden Blumen. Mit einem Tag und einer durchschlafenen Nacht Abstand finde ich Miris Verhalten total süß und bin ganz stolz, dass sie mir soviel Liebe entgegenbringt – sonst ist sie mir gegenüber oft tagelang sehr zurückhaltend, ich bin halt so selten da…

Boncuk hat fast immer bei mir geschlafen und ich war bei dem kleinsten Pieps von ihr wach, ohne dass es mir etwas ausgemacht hat. Wenn sie mal Nachts nicht bei mir schlief, hat mir das sehr gefehlt.
Miri höre ich nur, wenn sie Nachts lauthals brüllt und manchmal nicht mal dann. Ich habe sie wirklich lieb und tue alles für sie, aber es ist einfach nicht dasselbe…

Cat-Angel-Miri

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Sommer mit Miri

Auf zittrigen krummen Pfötchen
stahl sie sich im Spätwinter in unser Leben,
elend und ohne Lebensfreude.
Genoss unsere Zuwendung und aufkeimende Liebe,
kehrte aus ihren Träumen zurück ins Jetzt
und schenkte uns Vertrauen.

Verließ im Frühjahr nach und nach ihr Schneckenhaus,
ergriff Besitz von unseren Herzen,
ergriff Besitz vom ganzen Haus.
Zog mit ihrer Kuschelhöhle durch die Wohnung,
entdeckte jede Fensterbank für sich
und den Ausblick in den Garten.

Und endlich, im Sommer durfte sie hinaus:
in ‚Miris Katzengarten’, nur für sie geschaffen,
Licht und Luft und Wind genießen,
das Bäuchlein in die Sonne halten und das Leben spüren.
Sie nahm sich ein großes Stück vom Leben,
wich keinen Schritt zurück,
wies Moritz energisch in seine Schranken
und lebte diesen Sommer, wie es ihr gefiel.

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Es ist Herbst, die Blätter fallen.
Wir mußten Miri gehen lassen,
nach 6 Monaten Widerstand gegen ihre Krankheit
ging der letzte Kampf verloren,
unsere Liebe begleitet sie
über den Tod hinaus.

Miri ~*14. Februar 1994 +02. September 2009

1 Gedanke zu “Miri”

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